Body Mass Index – Definition, Formel & Bewertung
Definition des BMI
Der Body Mass Index (BMI) ist eine Maßzahl, die das Körpergewicht einer Person ins Verhältnis zu ihrer Körpergröße setzt. Er wird weltweit als Screening-Instrument verwendet, um Unter-, Normal- und Übergewicht einzuordnen.
Wichtig: Der BMI ist keine medizinische Diagnose, sondern ein erster Anhaltspunkt. Für eine genaue Beurteilung des Gesundheitszustands sollte immer ein Arzt konsultiert werden.
Geschichte des BMI
Der BMI wurde zwischen 1830 und 1850 vom belgischen Mathematiker und Statistiker Adolphe Quetelet entwickelt. Ursprünglich als „Quetelet-Index“ bekannt, wurde er in den 1970er-Jahren von dem amerikanischen Physiologen Ancel Keys als „Body Mass Index“ populär gemacht.
Seit 1995 verwendet die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den BMI als standardisiertes Maß zur Klassifikation von Unter- und Übergewicht bei Erwachsenen.
Die BMI-Formel
BMI = Gewicht (kg) ÷ [Größe (m)]²
Das Gewicht wird in Kilogramm angegeben, die Körpergröße in Metern. Die Größe wird quadriert, um den Zusammenhang zwischen Körpergröße und Gewicht besser abzubilden.
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Bewertung & Einordnung
Die WHO teilt den BMI in folgende Kategorien ein:
- Untergewicht: BMI unter 18,5
- Normalgewicht: BMI 18,5 bis 24,9
- Übergewicht: BMI 25,0 bis 29,9
- Adipositas: BMI ab 30,0
Eine detaillierte Aufschlüsselung findest du in unserer BMI-Tabelle.
Grenzen des BMI
Der BMI hat einige Einschränkungen:
- Keine Unterscheidung von Muskel- und Fettmasse: Sportler und Bodybuilder können einen hohen BMI haben, ohne übergewichtig zu sein.
- Keine Berücksichtigung der Fettverteilung: Bauchfett (viszerales Fett) ist gesündheitlich riskanter als Fett an Hüften und Oberschenkeln.
- Alter und Geschlecht: Die BMI-Grenzen gelten pauschal, obwohl sich die Körperzusammensetzung mit dem Alter und zwischen den Geschlechtern unterscheidet.
- Ethnische Unterschiede: In manchen Bevölkerungsgruppen treten gesundheitliche Risiken schon bei niedrigeren BMI-Werten auf.
Alternativen zum BMI
- Taille-Hüft-Verhältnis (WHR): Misst die Fettverteilung, insbesondere das gesündheitlich relevante Bauchfett.
- Taille-Größe-Verhältnis (WHtR): Der Taillenumfang sollte weniger als die Hälfte der Körpergröße betragen.
- Körperfettanteil: Kann über Hautfaltenmessung, Bioimpedanzanalyse (BIA) oder DEXA-Scan bestimmt werden.
Trotz dieser Einschränkungen bleibt der BMI ein einfaches und weit verbreitetes Werkzeug für die erste Einschätzung. Nutze unseren BMI Rechner, um deinen Wert schnell zu ermitteln.